Ile de Bréhat
mein bevorzugtes Ferienziel
in der Bretagne


Gerade mit einem solch stolzen Segler muss man nicht nach Bréhat fahren. Die Ueberfahrt von Paimpol / Arcouest zum Port Clos an der Südspitze der Insel dauert gerade mal eine Viertelstunde - doch eine Insel ist immer etwas besonderes, umso mehr als es sich hier eigentlich um ein Archipel aus vielen kleineren und zwei grossen Inseln handelt. Bei Ebbe wächst die Landschaft zusammen, bei Flut schrumpft sie. Wer bei Ebbe ankommt, muss erst einmal einen Kilometer weit zum Hafen hinauf wandern - über eine Betonpiste am Meeresgrund.

Pêche à BréhatKorsaren & Touristen
Bréhat war einst ein Korsaren-Nest (Piraten), wurde unzählige Male überfallen und geplündert, besetzt und befreit - zuletzt im 2. Weltkrieg.. Die Inselbevölkerung lebte lange vom Schmuggel und den Ueberfällen auf feindliche Schiffe. Landwirtschaft und Fischerei ergänzten das Einkommen. Von der bis in die 30er-Jahre blühenden Island-Fischerei blieb in der Region nichts mehr übrig (-> der Roman: "Les pêcheurs d'Islande" von Pierre Loti erzählt davon). Der Tourismus ist endgültig zur Einnahmequelle Nr. 1 geworden. Die 300 Bewohner sind im Winter auf der 6 km x 3 km grossen Insel allein, in der warmen Jahreszeit gesellen sich rund 2000 Sommergäste zu ihnen.

Klima & Landschaft
Bréhat hat ein besonderes Klima - hier wachsen Eukalyptusbäume und riesige, haushohe Hortensien-Büsche, riesige Geranien und vor allem die einst aus Uebersee eingeführte "Agapanthes", welche die vielen gepflegten Gärten ziert. Der Golfstrom umflutet die Insel mit seinen lauen Wassern und lässt die Gärten spriessen. Die Südinsel gleicht so eher einer Mittelmeerlandschaft mit Felsen, Kiefern, subtropischen Pflanzen und gepflegten Villen im bretonischen Landhausstil, während der rauhe Nordteil eher an Irland erinnert .

Die Farbe der rosa Felsen prägt das Landschaftsbild - eigentlich nichts Unegwöhnliches für die Nordküste der Bretagne. Doch das was an Bréhat so besonders ist, sind die Autos - es gibt keine Autos auf der Insel, nur eines für die Feuerwehr und die Traktoren der Gemüsebauern und Lieferanten.

 

Was läuft?
Was gibt es auf Bréhat zu tun? Viele Besucher kommen nur für einen Tag, und diese Tages-Touristen machen meistens eine Wanderung oder Bike-Tour (Fahrradmiete einfach, aber teuer!) zur Nordspitze und zurück und dann hat es sich.

 

Viele steuern schnurstracks zum einzigen richtigen Badestrand oder bleiben im Bourg, dem "Hauptort" der Insel, hängen. Dort ist meistens reger Betrieb: Souvenirläden und Gasthäuser versuchen so viel wie möglich vom Besucherstrom zu ergattern. Der möglicherweise Ruhe und Stille erwartende Besucher wird diesen Rummel dann "auch nicht so toll wie alle sagten " finden und bald wieder zurück auf das Fährboot hasten.

Der Tagesbesuch ist nicht unbedingt die beste Methode, um Bréhat kennen zu lernen. Die Vorzüge des Insellebens kommen erst nach einigen Tagen - oder eben Abenden - hervor. Zwischen 19 und 20 Uhr fährt das letzte Schiff und dann sind die Insulaner unter sich und haben alle Zeit der Welt.

Denn eigentlich gibt es auf Bréhat nichts zu tun ausser Nichtstun... aber damit kann man sich ja nicht wochenlang die Zeit vertreiben. Also gibt es Leute die malen, andere, die am Strand liegen oder schwimmen (brrr, zugegeben es ist ja nicht die Karibik, also ein wenig Mut braucht es schon!). Man kann mit dem Rad kreuz und quer über die Insel "biken" - die Insel leicht hügelig und das Wegnetz besteht aus schmalen Strässchen oder ungeteerten Pfaden. Man kann segeln (Segelschule), tauchen (Kurse), fischen oder Krebse fangen. Die Crevetten-Jagd bei Ebbe ist schon fast ein Volkssport. Feinschmecker werden sich schon einmal durch die Speisekarte der Crêperies oder Fischrestaurants kämpfen und wenn einem die Gründe ausgehen, nach Bréhat zurück zu kehren, dann geht man halt eben einfach hin, weil es einen immer wieder da hin zieht!

Lust auf mehr Bilder ? Hier gibt's eine ganze Seite voll ....Geduld!

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